=A= Brücke der Aehallh =A=
Heute würde eine weitere Übung anstehen. Doch zuvor übergab ich Terrh noch die Ergebnisse, die ich bei der Simulation auf dem Holodeck gesammelt hatte. Er nahm das PADD kommentarlos an sich und nickte nur. Vermutlich war er in Gedanken bei der Übung, was verständlich war. Denn heute würde die Riov persönlich das Manöver überwachen. Ich konnte gut verstehen, dass er deshalb nervös war. Also wollte ich ihn auch nicht weiter belasten und begab mich auf meinen Posten.
Heute sollte ein Kampf simuliert werden und das würde für mich eine weitaus größere Herausforderung werden als die letzte Übung.
Nachdem die Riov auf der Brücke Platz genommen hatte begann Terrh seine Ansprache an die Besatzung.
„Heute werden wir einen Kampf simulieren. Unser Gegner wird ein Föderations-Kreuzer der Akira-Klasse sein. Alle Stationen: Alarmstufe Rot!“
Das war Terrhs einziger Befehl, doch jeder wusste was er zu tun hatte. Und soweit ich es überblicken konnte gab es auch keine Schwierigkeiten. Ich selbst schaltete die Navigationssensoren in den entsprechenden Modus um und wartete darauf, dass unser Gegner auf dem Schirm erscheinen würde. Doch wie so oft kam alles anders als geplant, als eine Nachricht einging.
„ChR Aehallh, brechen Sie Ihre taktische Übung ab und bereiten Sie sich darauf vor, Passagiere der ChR Ehrie’Llaiir in Empfang zu nehmen!“
Auf Befehl der Riov drehte ich die Aehallh so schnell wie möglich bei, eine Art Begrüßungsgeste für das ankommende Schiff. Danach ging die Riov in den Besprechungsraum und erst eine halbe stunde später wurde die Führungscrew hinzugerufen. Wir nahmen alle um den Tisch herum Platz und der besorgte Gesichtsausdruck unserer Kommandantin ließ nichts gutes erahnen.
Wie sich herausstellte wurde sie zusammen mit der Aehallh nach ch’Rihan befohlen, um für ihr angebliches Fehlverhalten geradezustehen. Uns befahl sie jedoch auf der Station Rhedhi aerrh’rihan von Bord zu gehen und ich sollte gleich den entsprechenden Kurs eingeben. Nach dieser kurzen Besprechung befahl sie uns die Brücke wieder zu verlassen.
Diese Nachricht war geradezu ein Schock für mich. Hatte ich mich vor ein paar Tagen noch über den Beginn meiner Karriere gefreut, so sah ich jetzt ihr Ende vor mir. Leider blieb mir nichts anderes übrig, als dem Befehl Folge zu leisten. Auch wenn ich es bevorzugt hätte an Bord zu bleiben, und das trotz dem ungewissen Schiksal dem die Aehallh entgenflog.
Einige Zeit später, als wir auf dem Weg nach Rhedhi aerrh’rihan waren bat ich bei der Riov um ein persönliches Gespräch, das sie mir auch gewährte.

=A= Bereitschaftsraum der Riov =A=
„Was kann ich für sie tun Erein?“, fragte mich die Riov als ich ihren Bereitschaftsraum betrat.
„Ich möchte nur mein Bedauern darüber ausdrücken, dass sich ihr Schiksal zum schlechten hin gewendet hat. Ebenfalls möchte ich ihnen sagen, dass ich ihnen dankbar für die Möglichkeiten bin, die sie mir eröffnet haben. Hätten sie mir nicht befohlen auf der Station von Bord zu gehen wäre ich hier auf dem Schiff geblieben. Möge der Segen der Elemente in den nächsten Wochen bei ihnen sein. Es wäre mir eine Ehre wieder unter ihnen dienen zu dürfen, wenn sie wieder das Kommando über ein Schiff bekommen.“
Mit diesen Worten salutierte ich ein letztes Mal vor ihr und verließ ihren Bereitschaftsraum wieder, um meine Station zu besetzen.